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Erläuterungen
Manuelle Lymphdrainage
Lymphdrainage dient vor allem als Ödem- und Entstauungstherapie geschwollener Körperregionen, wie Körperstamm und Extremitäten (Arme und Beine), welche nach Traumata oder Operationen entstehen können.
Das Gewebe wird mit minimalem Druck bearbeitet, außerdem gibt es besondere Grifftechniken. Die Bewegungen sind kreisend und pumpend, so dass die gestaute Flüssigkeit aus dem Gewebe verschoben werden kann.
Sportphysiotherapie
Die Sportphysiotherapie ist ein eigenständiger Bereich innerhalb der Physiotherapie. Zielgruppen sind Sportler während der Aufbauphase, des Trainings oder in der Rehabilitation, nach Verletzungen, oder nach Operationen.
Der Physiotherapeut kombiniert seine Kenntnisse von Sport und Erkrankung bzw. Verletzung, um somit eine optimale Vorbeugung und Rehabilitation von Verletzungen zu gewährleisten.
Medizinische Trainingstherapie
Unter therapeutischer Anleitung lernen die Patienten während ihrer frühen Rehabilitationsphase Übungen, um nach einer Verletzung oder einer Operation die ersten Bewegungen wieder ausführen zu können.
Es werden entsprechende Trainingsprogramme für ein diagnosebezogenes Training entwickelt und dem Patienten unter intensiver Betreuung nahe gebracht. Die Säulen der Trainingstherapie bilden dabei das Ausdauertraining, Krafttraining mit und ohne Gerät, Koordinationstraining und Beweglichkeitstraining.
Medizinische Trainingstherapie in der Neurologie
Auch bei neurologischen Erkrankungen kann sich ein gezieltes Gerätetraining positiv auf entsprechende Symptomatiken auswirken. Je nach Krankheitsbild werden unterschiedliche Trainingsschwerpunkte gesetzt.
Brügger
Die physiotherapeutische Behandlung nach Dr. Brügger orientiert sich an Alltagsfehl- und Überbelastungen des Patienten. Immer wiederkehrende Bewegungen und einseitige Haltungen führen häufig zu Reizungen oder gar Verletzungen von Sehnen, Muskeln, Knochen oder Knorpel.
Anhand eines ausführlichen Befundes erkennt die Therapeutin, wo welche Körperstrukturen gestört sin. Mittels Haltungs- und Bewegungskorrektur werden diese entlastet, Schmerzen beseitigt oder reduziert, der Patient wird wieder belastbarer. Gezielte Übungen unterstützen den Heilungsprozess, kräftigen schwache Muskulatur, fördern die Beweglichkeit und stabilisieren das Behandlungsergebnis. Eine erfolgreiche Therapie beinhaltet unter anderem das Lösen von entstandenen Muskelkontrakturen (Verkürzungen) und das Erlernen der aufrechten Körperhaltung.
CMD (Cranio-Mandibuläre Dysfunktion)
Craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD) sind Funktionsstörungen, die durch eine Fehlstellung zwischen Schädel und Unterkiefer verursacht werden. Diese Funktionsstörung des Kiefergelenks kann beispielsweise zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung führen, wenn der Patient den Mund öffnen will. Auch ein Ausrenken des Unterkiefers ist möglich.
Das Ziel in der Physiotherapie ist es, bestimmte Fehlhaltungen auszugleichen und die Muskeln rund um die Kiefergelenke zu kräftigen.
Cranio-Sacrale Therapie
Während einer craniosacralen Behandlung liegt oder sitzt der Klient normalerweise voll angekleidet auf einer Behandlungliege. Der Therapeut nimmt Kontakt zu ihm auf, indem er seine Hände leicht auf den Körper des Patienten legt im Bereich zwischen Schädel und Kreuzbein. Meist wird der Klient eine tiefe Entspannung bemerken, die während der gesamten Behandlung andauert und sich nach einigen Sitzungen auch in den Alltag fortsetzen wird. Die Craniosacrale Therapie kann körperliche Schmerzen, akute und chronische Krankheiten, emotionale oder psychische Störungen lindern oder sogar heilend wirken.
Manuelle Therapie nach Cyriax
Die manuelle Therapie stellt einen Teil der Therapie dar, welche in erster Linie dazu dient Funktionsstörungen des Bewegungsapparates zu behandeln. Sie beschränkt sich also auf die Behandlung von Muskeln, Gelenken und Nerven. Wenn die Ursache für die Beschwerden ausfindig gemacht werden konnte, wird die Therapie in der Regel in Form einer Mobilisation durchgeführt. Durch die Mobilisation sollen Bewegungseinschränkungen behoben und Schmerzen gelindert werden.
Der Therapeut wendet zu diesem Zweck ganz spezielle Handgriffe an, wobei mehrere Mobilisationstechniken angewendet werden können. Die unterschiedlichen Techniken können sowohl an den verschiedenen Gelenken als auch an den Gelenken der Wirbelsäule angewendet werden. Die Therapie ist in der Regel schmerzfrei und wird normalerweise in Verbindung mit krankengymnastischen Übungen durchgeführt, denn schließlich sollte auch die Muskulatur gestärkt werden, um die Gelenke zu entlasten.
Cyriax
Ein wesentlicher Teil der physiotherapeutischen Maßnahmen nach Cyriax sind die Querfriktionen (Querreibungen) an den Übergängen von Sehnen und Knochen, sowie von Sehnen und Muskeln. Ziel ist die Beseitigung entzündungsähnlicher Zustände und der in den Sehnen eingelagerten Ödeme. Gleichzeitig wirkt die Therapie günstig auf die Struktur der Sehnen.
Nervenmobilisation
Wäre Nervengewebe starr, würde jede Bewegung Schmerz auslösen, daher muss es sich anpassen können. Das gesamte Nervensystem vom Gehirn über das Rückenmark ist bis zu den umgebenden Nerven ohne Unterbrechung miteinander verbunden. In Verbindung mit bewährten Techniken können durch die spezifische Nervenmobilisation Schmerzen und Bewegungseinschränkungen beseitigt werden.
Es geht um Schmerzbehandlung und Tonusregulierung (Regulierung der Spannung) im neuroorthopädischen Bereich. Sie erfolgt durch dynamische Bewegungen, die einen mechanischen und physiologischen Einfluss auf das Nervengewebe und die umliegenden Strukturen ausüben.
Die Ziele dieser Methode liegen in der Schmerzreduzierung und vor allem in der Verbesserung und dem Erhalt der Mobilität des Nervengewebes.
Pilates
Pilates ist eine sanfte, aber überaus wirkungsvolle Trainingsmethode für den Körper und auch den Geist - eine systematisches Körpertraining, erfunden und entwickelt von Joseph H. Pilates. Einzelne Muskeln oder Muskelpartien werden ganz gezielt aktiviert, entspannt oder gedehnt. Nicht die Quantität, sondern die Qualität der Pilates-Übungen zählt und die Atmung wird mit den Bewegungen koordiniert.
Besonderes Augenmerk gilt der Körpermitte. Das Training der Tiefenmuskulatur im Becken und in der Taille verbessert die Beweglichkeit. Becken und Schulterbereich lassen sich dadurch noch freier gegeneinander verdrehen. Durch die Aktivierung dieses Kraftzentrums (Powerhouse) werden Taille und Hüfte - sozusagen als Nebenwirkung - schlanker. Pilates bringt Muskeln und Gelenke wieder in Schwung, ohne sie zu belasten.
Problembehandlung.
Physiocoach
Die Weiterbildung zum Physiocoach qualifiziert die Therapeuten, auf Grundlage ihres physiotherapeutischen Wissens, Klienten professionell zu beraten.
Der Physiotherapeut wird befähigt mit
verschiedenen Beratungsformen zu arbeiten, diese gezielt nach Beratungsanlass und
Ratsuchendem auszuwählen, einen strukturierten Beratungsprozess zu gestalten und
professionelle Kommunikationstechniken gezielt anzuwenden. Er erlernt systemische
Denk- und Analysemethoden zur Problembehandlung.
Mc Kenzie
McKenzie setzt primär Eigenübungen der Patienten ein und reduziert manuelle Techniken auf ein Minimum.
In der Untersuchung wird festgestellt, welche Bewegungsrichtung, z. B. ob Beugung oder Streckung mit oder ohne seitlicher Korrektur, die Symptome reduziert. Aufgrund des Befunds bestimmt der Therapeut die Übung, mit welcher der Patient seine Beschwerden positiv beeinflussen können. Die Dosierung der Übung ist an die Ursache angepasst.
Eine Besonderheit sowohl bei der Untersuchung als auch Therapie ist, dass der Patient wiederholte Bewegungen ausführt mit dem Ziel, den Schmerz zu reduzieren bzw. zu zentralisieren. Dieses Zentralisationsphänomen hat sowohl diagnostische, therapeutische und prognostische Bedeutung.
Aqua Trainer
Die Vorzüge von Bewegung im Wasser sind unumstritten und ziehen immer mehr Teilnehmer aus allen Bereichen an. Das flüssige Element mit seinen speziellen physikalischen Eigenschaften bietet optimale Möglichkeiten für ein gesundheitsorientiertes Training zur Verbesserung von Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit.
Der Therapeut verfügt über ein fundiertes Grundlagenwissen in den Bereichen Anatomie, Physiologie, Trainings- und Bewegungslehre sowie Wissen zu Themen wie Materialkunde, Musikauswahl, Belastungssteuerung im Wasser sowie deren Anwendung in der Praxis.
Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen
Das Prinzip dieser Tiefenentspannung ist denkbar einfach und beruht darauf Muskeln zunächst anzuspannen, die Anspannung kurz zu halten und dann zu entspannen. Das Ziel: Durch gezieltes Anspannen verschiedener Muskelgruppen und anschließender Lösung der Spannung soll sich die Muskulatur über das Ausgangsniveau hinaus entspannen.
Das Grundverfahren umfasst 16 Muskelgruppen, die nacheinander an- und anschließend wieder entspannt werden. Die Übungen können im Liegen oder Sitzen durchgeführt werden. Je höher der Kontrast zwischen Anspannung und Entspannung ist, desto größer ist auch der nachfolgende Entspannungszustand. Mit der Zeit lernt man, ein Gefühl für Anspannung und Entspannung (Relaxation) zu bekommen. Progressiv, also voranschreitend ist das Training, da es der Übende nach der kurzen Anspannungsphase mit fortschreitender Praxis immer besser lernt, die entsprechende Muskelgruppe zu entspannen. Das setzt allerdings voraus, dass regelmäßig geübt wird.
Gedächtnistraining mit Bewegung
In diesem Seminar werden Aspekte der körperlichen und geistigen Aktivität verknüpft und zu einem inhaltlich spaßigen Gedächtnistraining kombiniert.
Ziele dieses Kurses sind: Steigerung der Konzentrations- und Merkfähigkeit, der Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, der Kreativität, Koordination und Kommunikation mit gleichzeitiger Gesundheitsförderung durch Bewegung.
Sturzprophylaxe
Sein Leben lang kämpft der Mensch gegen die Schwerkraft. Wenn er den Kampf verliert, kommt es zum Sturz. Schließt man gewollte Stürze aus (z. B. beim Sport), drohen zum Teil schwere Verletzungen. Die Gründe für ungewollte Stürze sind vielfältig. Neben mangelhaft entwickelten konditionellen und koordinativen Fähigkeiten stellen psychosoziale Risikofaktoren, wie Ängste (z. B. Bewegungsangst) oder auch Vereinsamung ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotenzial dar.
Ein erfolgreiches Sturztraining erfordert deshalb Konzepte, die neben dem reinen Training des sensomotorischen Systems und der Muskelkraft auch den Umgang mit Stürzen oder der Verarbeitung von Stürzen thematisieren.
Elektrotherapie
Als Elektrotherapie bezeichnet man die medizinische Anwendung des elektrischen Stroms. Ausgehend von der Erkrankung behandelt der Arzt beziehungsweise der Physiotherapeut einen oder mehrere Körperteile mit unterschiedlichen Stromformen. Galvanische, nieder-, mittel- und hochfrequente Ströme kommen zum Einsatz.
Galvanische Ströme bewirken durch die Bewegung elektrisch geladener Teilchen (positive und negative Ionen) eine Schmerzlinderung und können durch Durchblutungsförderung und Stoffwechselsteigerung im durchfluteten Gewebe die Heilung unterstützen.
Niederfrequente Reizströme erregen Nerven- und Muskelfasern und veranlassen die Muskulatur, sich zusammenzuziehen. Vor allem bei geschwächter und teilgelähmter Muskulatur kann so die Funktion erhalten und eine Schwächung vermindert werden.
Mittelfrequente Wechselströme/Interferenzströme: Je nach Anwendungsform überwiegt die schmerzlindernde oder die stimulierende Wirkung mit Muskelkontraktion und anschließender Muskelentspannung. Dadurch werden die Durchblutung gesteigert, Schwellungen reduziert und die Muskulatur gelockert.
Die Hochfrequenztherapie führt zur Erwärmung von Gewebe, das tief im Körper liegt. Sie wirkt durchblutungsfördernd und schmerzlindernd und stabilisiert die Muskelspannung. Auch Stoffwechsel- und Abwehrprozesse können durch die elektrischen Ströme im Körper angeregt werden.
Laser Therapie
Lasertherapie ist eine Behandlung mit energiereichem Licht, die eine hohe Lichtmenge in das Gewebe einbringt und somit die Heilung nachhaltig beeinflusst
Wirkung
- hochwirksame Schmerztherapie
- lokale Wirksamkeit direkt am Schmerzort sowie systemische Schmerzhemmung
- neben der Analgesie bewirkt die Biostimulation eine raschere Geweberegeneration
Einsatzgebiete
- muskuloskelettale Erkrankungen
- Tendopathien
- Neuralgien
- Hauterkrankungen
PST (pulsierende Signalstrom Therapie)
Die Pulsierende Signaltherapie (PST) unterstützt die körpereigenen Reparaturmechanismen und fördert die natürliche Regeneration. Pulsierende Signale mit einem ganz spezifischen Signalmuster (PST-Technologie) werden über eine Spule in den zu behandelnden Bereich gesendet. Der Patient braucht dazu nur das betroffene Gelenk in die Spule zu halten. Auf diese Weise kann die Stimulation der Knorpelzellen ohne bekannte Nebenwirkungen angeregt werden. Die Behandlung dauert 60 Minuten und muss an neun bis zwölf aufeinander folgenden Tagen durchgeführt werden.
Massage nach Marnitz
Die Schlüsselzonenmassage und manuelle Therapie nach Dr. Marnitz ist eine Behandlungsmethode der physikalischen Therapie. Sie ist eine Kombination aus gezielter Massage und aus manualtherapeutischen Maßnahmen. Die Schlüsselzonenmassage und manuelle Therapie nach Dr. Marnitz ist eine Therapie mit ganzheitlichem Behandlungskonzept, die direkt und reflektorisch wirkt. Sie eignet sich vor allem bei orthopädischen Erkrankungen zur Mobilisation und Schmerzlinderung bei chronischen und akuten Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, bei Bewegungseinschränkungen, zur Behandlung vor und nach Operationen. Da die Methode nicht großflächig durchblutungsfördernd wirkt, ist sie auch besonders zur Behandlung von Ödempatienten geeignet. Es handelt sich um eine sehr wirksame Methode, die auf genauen anatomischen und funktionellen Kenntnissen beruht. Grundlage ist das Wissen um die Reizausbreitung in biologischen Systemen: bei schmerzhaften Erkrankungen des Bewegungsapparates an einem Ort besteht die Tendenz pathologische Reize zu korrespondierenden Zonen an anderen Orten weiter zu leiten. Dort entsteht dann eine neue Erkrankung. Um eine primäre Erkrankung erfolgreich angehen zu können, müssen alle damit in Zusammenhang stehenden Zonen mit behandelt werden.
Tuina
Tuina ist der chinesische Begriff für manuelle Behandlung. „Tui“ bedeutet schieben oder drücken und „na“ greifen und ziehen. Das wichtigste Werkzeug des Tuina-Therapeuten sind seine Hände. Mit ihnen drückt und verschiebt er Haut und Muskeln, zieht, presst und reibt die Punkte, die man aus der Akupunktur kennt.
Er arbeitet meist auf den Meridianen, den von außen her zugänglichen Energiebahnen des Körpers, und bewirkt dabei Veränderungen im Energiefluss. So lassen sich muskuläre Spannungen lösen und die Selbstheilungskräfte aktivieren. Auch ein Tennisarm kann auf diese Weise wieder voll beweglich werden oder eine Sehnenverhärtung wie beim Fersensporn wieder verschwinden.
Manipulativmassage nach Terrier
Die Manipulativmassage ist eine mobilisierende Gelenktechnik für die Wirbelsäule und alle peripheren Gelenke, wobei die Mobilisation mit gleichzeitigen Weichteiltechniken verbunden wird.
Bei dieser speziellen Form der Massage fixiert der Therapeut die zu behandelnde Extremität mit seinem Körper, so dass beide Hände frei sind für die manuellen Techniken. Dann mobilisiert er das Gelenk bzw. die Weichteile. Die Mobilisierung findet durch Bewegung des Therapeutenkörpers statt. Die begleitenden Massagereize hemmen den Schmerz und ermöglichen die Mobilisierung.
Rücken Intensiv Massage
Die Rücken Intensiv Massage ist eine spezielle Form der Massage, die mit langen Streichungen beginnt. Es werden die Elemente der Unterarmtechnik mit denen der Schröpfglasmassage kombiniert. Mit den Handflächen und den Unterarmen wird die Rücken- Nacken- und Schultermuskulatur erwärmt, und auf die anschließende Schröpfglasmassage vorbereitet. Das Ergebnis durch die großflächige Berührung mit den Unterarmen, ist eine tiefe Entspannung und Regeneration für den Patienten. Je nach Lokalisation der Verhärtungen und der Blockaden arbeitet man sich in weiteren Schritten langsam in die tieferen Schichten der Nacken-, Rücken- und der Lendenmuskulatur vor.
Durch die dadurch erreichte Tiefenwirkung wird eine verstärkte Gewebsdurchblutung hervorgerufen, des Weiteren wird durch diese Anwendung natürlich auch der Abtransport von Stoffwechselendprodukten sichergestellt. Die Versorgung der tieferen Regionen wird somit wesentlich verbessert. Durch die Intensität und Technik dieser Massage erreicht der Therapeut eine Aktivierung des Energieflusses im Rücken des Patienten, eine verbesserte Beweglichkeit der Wirbelsäule und des Kopfes, und ein Absinken des Spannungszustandes der Rücken-, Nacken- und Lendenwirbelsäulenmuskulatur.
BGM (Bindegewebsmassage)
Die klassische Bindegewebsmassage gehört zu den so genannten Reflexzonenmassagen. Die Grundidee hinter diesen Techniken ist, dass die Behandlung nicht nur lokale Effekte am Ort der Massage bewirken soll, sondern über bestimmte Nervenreizungen (Reflexe) sollen sich auch Fernwirkungen auf innere Organe erzielen lassen.
Die Fernwirkung auf innere Organe kommt nach naturheilkundlichen Vorstellungen so zustande: Die Haut wird von Nervenfasern versorgt, die ihren Ursprung jeweils in einem bestimmten Abschnitt der Wirbelsäule haben. Hautpartien, die von demselben, zwischen den Wirbeln hervortretenden Nervenstrang versorgt werden, bezeichnet man als ein Segment. Zu einem solchen Segment gehören jedoch nicht nur die entsprechenden Hautpartien, sondern auch die inneren Organe, die von demselben Nervenstrang versorgt werden. Diese Organe sollen sich durch eine Massage des Hautsegmentes positiv beeinflussen lassen. Bindegewebstherapeuten haben daher auf dem Rücken bestimmte, senkrecht zur Wirbelsäule verlaufende Zonen definiert, die sie einem Organ zuordnen. Wenn sich in dieser Zone Verklebungen finden, deuten sie das als Störung der Organfunktion.
Breuss-Dorn-Fleig-Methode
Die Breuß-Dorn-Fleig Methode beginnt in der Regel mit der Breuß-Massage. Diese sanfte Therapie soll helfen, sowohl seelische als auch körperliche Verspannungen zu lösen. Die unterversorgten Bandscheiben werden so optimal regeneriert. Im Anschluß folgt das Einrichten der Wirbelsäule nach Dorn. Zur Behandlung wird meist Johanniskrautöl benutzt. Dieses zieht sehr gut ein und wird schnell von den Bandscheiben aufgenommen.
Die eigentliche Behandlung sollte nur durch einen erfahrenen Therapeuten ausgeführt werden. Dieser wird mit sanften Handgriffen Fehlstellungen der Wirbelsäule ertasten können und wird diese mit sanftem Druck korrigieren. Der Wirbel gleitet so in seine ursprüngliche Stellung zurück und die meisten Beschwerden verschwinden von selbst.
Psychoaktive Massage- und Atemtherapie
Psychoaktive Massage und Atemtherapie ist ein ganzheitliches Entspannungskonzept, das zu mehr Ruhe und Gelassenheit im Alltag führen kann. Die Behandlung wird in einem angenehmen und gut gewärmten Raum, in vertrauensvoller Atmosphäre durchgeführt.
Während der Behandlung wird nicht gesprochen.
Im Gegensatz zur druckstarken klassischen Massage werden bei der Psychoaktiven Massage Streichungen und streichende Knetungen angewendet. Dadurch kommt es zu einer vermehrten Ausschüttung von Oxytocin, ein Anti-Stress Hormon, das auch als "Glückshormon" bezeichnet wird. Jede Massagebehandlung orientiert sich an Ihren speziellen Bedürfnissen.
Die Wirkung:
- Psychische Entspannung
- Ruhe und Gelassenheit
- Blutdruck senkend
- Schmerzlindernd
- Antidepressiv
- Stabilisierung des Immunsystems
Die Psychoaktive Massage und Atemtherapie als Therapiekonzept setzt sich aus drei aufeinander folgenden Bestandteilen zusammen.
Die Trapeziusmassage
Sie eignet sich als Einstieg in die Psychoaktive Massage. Bei der Trapeziusmassage wird ausschließlich der gleichnamige Muskel (Trapezius) am Rücken für etwa 20 - 30 Minuten massiert.
Die Kalifornische Massage
Bei der Kalifornischen Massage werden Arme, Beine, Rücken, Bauch und Gesicht etwa 20 - 30 Minuten (Teilbehandlung) oder 50 - 60 Minuten (Ganzbehandlung) massiert.
Die Atmungsaktive Massage nach Bruno Blum
Diese Kombination aus Massage, Dehnung und Atemführung hat das Ziel, die Atempausen zu verlängern. Angestrebt wird eine Atemfrequenz von 1 - 3 Atemzügen pro Minute. Während die Psychoaktive Massage eine tiefe Entspannung zum Ziel hat, erzeugt die Atmungsaktive Massage
- eine allgemeine Vitalisierung
- Stimmungsaufhellung
- mehr Selbstbewusstsein
- eine Leistungssteigerung im Sport
Medical Nordic Walking
Medical Nordic Walking ist eine Methode der Nordic-Walking-Diagonaltechnik, welche Menschen bei der Prävention und Behandlung von physischen und psychischen Erkrankungen helfen kann. Je nach Krankheitsbild wird entsprechend die Walking Technik angepasst und variiert.
Golf Physio Trainer
Vermittlung des präventiven biomechanischen Golfschwungs und aufzeigen von Entlastungsbeispielen zum persönlichen Golfschwung nach Operationen (Bandscheiben, Knie TEP, Hüft TEP)
Handrehabilitaion
Handrehabilitation umfasst die Therapie nach allen Verletzungen und Operationen im Bereich der Hand, sowie die Behandlung von chronischen Erkrankungen in diesem Gebiet.
Die Zielsetzung ist dabei eine möglichst vollständige und zügige Wiederherstellung aller gestörten Funktionen für einen uneingeschränkten Einsatz der Hand in Alltag, Beruf und Freizeit.
In der Therapie werden unterschiedliche therapeutische Behandlungskonzepte auf die speziellen Gesetzmäßigkeiten der Handbehandlung abgestimmt.
Speziell mit Komplexverletzungen, den hohen berufsspezifischen Anforderungen an die Handfunktion, z.B. bei Berufsmusikern sowie in der Nachbehandlung nach Operationen kindlicher Fehlbildungen der Hand haben wir langjährige Erfahrung - ein wichtiger Faktor für Ihre erfolgreiche Rehabilitation.
PNF für Ergotherapeuten
Die Methode der Propriozeptiven Neuromuskulären Fazilitation (PNF) hat einen hohen Stellenwert bei der Behandlung von Patienten mit neurologischen und orthopädischen Symptomen.
PNF-Techniken und Übungen beinhalten u.a.:
- Übungen zur Rumpfkontrolle, Förderung von gezielten Schulterblatt- und Becken-Bewegungsmustern
- Techniken zur Verbesserung der Stabilität, Mobilität und Bewegungskontrolle
- Transfertraining, hohe Ausgangstellungen und Gangschule
FBL (Funktionelle Bewegungslehre)
Die Funktionelle Bewegungs-Lehre Klein-Vogelbach® ist ein Modell für die Bewegungsbeobachtung.
Sie dient der Analyse und Planung eines Bewegungsablaufes oder einer therapeutischen Übung.
Der Bewegungsanalyse liegen bestimmte Beobachtungskriterien zugrunde, die sich auf alle
Gelenke des Körpers, auf statische Positionen und auf kinematische Ketten anwenden lassen.
Die FBL ist aus der Praxis entstanden und bei der Behandlung von Patienten und im Umgang mit Schülern während des Unterrichts weiterentwickelt worden. Es ist wichtig zu sehen und zu wissen, was alles geschieht, wenn sich ein Mensch bewegt und zu erkennen, wann und warum sich Abweichungen von der Normalität einstellen. Wenn Abweichungen wahrgenommen werden, so setzt das ein Leitbild voraus, von dem abgewichen worden ist.
Als Leitbild hat die FBL das normale Bewegungsverhalten eines gesunden Menschen gewählt.
Orthopädische Rückenschule
Rückenbeschwerden nehmen in alarmierender Weise zu! Tatsache ist, dass für 60% aller vorzeitigen Rentenanträge, 40% aller Kuranträge und 20% aller Krankschreibungen Rückenbeschwerden die Ursache sind! Statistisch leiden 18 Millionen Bürger in Deutschland latent oder chronisch unter Rückenschmerzen. Neben den dadurch verursachten enormen volkswirtschaftlichen Kosten, ist aber auch die Beeinträchtigung des persönlichen Wohlbefindens und der Lebensqualität bedeutend, die der Rückenleidende hinnehmen muss.
Genau hier ist der Ansatz der "Rückenschule". Die Beschwerden müssen eben nicht hingenommen werden! Sondern der Rückenleidende soll nach Abklingen der akuten Schmerzen aktiv durch Änderung seines fehlerhaften Verhaltens dem Wiederauftreten vorbeugen. Man nennt das "sekundäre Prävention" (=Vorbeugen). Sekundär, weil schon einmal Beschwerden bestanden. Die "primäre Prävention" setzt als Vorbeugemaßnahme schon vor Auftreten der ersten Beschwerden ein: am sinnvollsten schon in der Ausbildung, in der Lehrstelle oder in der Schule.
Warum aber nehmen Rückenbeschwerden zu? Hauptursachen sind körperliche und geistige, physische und psychische Über- und Fehlbelastungen in unserer modernen Alltags- und Berufswelt.
Inhalte:
- Informationen über Aufbau und Funktion der Wirbelsäule und der übrigen "Rückenbestandteile"
- Informationen über Schmerzentstehung und -vorbeugung
- Erlernen eines rückengerechten Alltagsverhaltens
- Rücken- und Wirbelsäulenfunktionsgymnastik
- Haltungsschulung und Selbstkontrolle
- Informationen über geeignete Sportarten
- Erlernen von Entspannungsübungen und Methoden zur Stressbewältigung
Sensorische Integrationstherapie
Die Sensorische Integrationstherapie wird bei Kindern mit Entwicklungsverzögerungen, Verzögerung der Sprachentwicklung, Aufmerksamkeitsstörungen, Lernproblemen, Verhaltensstörungen und Hyperaktivität angewandt. Außerdem werden Störungen von Grob- und Feinmotorik, psychosomatische Probleme und Behinderungen mit der Sensorischen Integrationstherapie behandelt.
Das Hauptziel der Sensorischen Integrationstherapie ist es, den kleinen Patienten Hilfestellung zu geben, in den betroffenen Bereichen nachzureifen. Den Kindern wird die Möglichkeit gegeben, eine Fülle an Sinnesreizen zu sammeln und sinnvoll zu verarbeiten. Mit der Hilfe des/der Therapeuten/in erfährt das Kind wieder Erfolgserlebnisse und wird in seinem Selbstbewusstsein gestärkt. Die spielerische Gestaltung motiviert den Patienten und führt so zu Erfolgen. Die Verarbeitung der Eigen- und Tiefenwahrnehmung, der Berührung und des Gleichgewichtes, und eine Verknüpfung mit den anderen Sinnen, werden als Basis für ein optimales Lernen gefördert.
Verhaltenstherapie
Nach der American Association of Behavior Therapy soll die Verhaltenstherapie (VT) vor allem menschliches Leiden lindern und die Handlungsfähigkeit erweitern. Sie beinhaltet Veränderungen der sozialen Umgebung und der sozialen Interaktion. Das Ziel ist hauptsächlich die Ausbildung und Förderung von Fähigkeiten. Die Techniken sollen dem Klienten eine bessere Selbstregulation ermöglichen. Die VT wendet experimental- und sozialpsychologische Prinzipien an und legt Wert auf eine systematische Überprüfung der Effektivität bei der Anwendung solcher Prinzipien. Die Ziele und Vorgehensweisen werden vertraglich festgelegt. Zudem orientiert sich die VT an ethischen Prinzipien.
Charakteristisch für die VT ist die Konzentration auf gegenwärtige statt auf vergangene Handlungsdeterminanten, ohne diese jedoch in der Analyse der Problementstehung zu vernachlässigen. Somit liegt der Schwerpunkt auf beobachtbarem Verhalten und dessen Veränderung. Die VT unterscheidet sich von der Psychoanalyse durch folgende Annahmen: Es wird angenommen, dass Verhaltensweisen erlernt und auch wieder verlernt werden können. Das bedeutet allerdings nicht mehr wie in der Frühzeit der VT, dass man genetische Unterschiede als Ursachen von Störungen verleugnet. Gerade in den Vulnerabilitäts-Stress-Modellen wird z. B. eine ererbte Stressanfälligkeit als Voraussetzung einer Störung berücksichtigt. Außerdem fühlt man sich empirischen Methoden verpflichtet. In ihren Annahmen über ätiologische Störungsmodelle ist sie nur begrenzt Theorien verpflichtet und kann auch jederzeit neue empirische Erkenntnisse in ihre Modelle und Theorien integrieren.
Daraus folgt für die VT, dass problematisches Verhalten in erster Linie als Ergebnis von Lernprozessen gesehen und durch die Verwendung von Verhaltens- und Lernprinzipien verändert werden soll. Entscheidend ist hierfür eine genaue Verhaltensanalyse (horizontal und vertikal) zur Bestimmung der augenblicklichen Determinanten des Verhaltens. Die Behandlungsstrategien werden individuell auf die Probleme der Person angepasst. Um Veränderungen zu bewirken, ist es nicht zwangsläufig notwendig, die Ursprünge des psychologischen Problems genau zu ergründen. Gerade bei gut definierten psychischen Störungen wie Zwängen oder Phobien hat sich herausgestellt, dass Heilungen möglich sind ohne genaue Analyse der Entstehungsbedingungen, wenn man die verhaltenstherapeutischen Behandlungsmanuale befolgt, ohne dass es zu Symptomverschiebungen kommt. Andererseits spricht innerhalb der VT auch nichts dagegen, eine genauere Analyse der Störungsätiologie oder der therapeutischen Beziehung vorzunehmen, wenn die manualisierten Standardmethoden versagen. Dies ist auch immer dann angebracht, wenn auf Seiten des Patienten ein ausgeprägtes Interesse an der Entstehung seiner Störung zu erkennen ist und dadurch seine Behandlungsmotivation verbessert werden kann. Auf der anderen Seite gilt jedoch auch: Die Veränderung des problematischen Verhaltens liefert keinen Aufschluss über die Entstehung der Störung.
Familientherapie und Beratung
Familientherapie ist ein Verfahren der Psychotherapie und der psychologischen Beratung für Paare und Familien. In der Familientherapie werden positive Veränderungen und Entwicklungen der Beziehungen zwischen den Mitgliedern von Familien angestrebt. Dabei wird betont, dass die Qualität der Kommunikation zwischen den Familienmitgliedern ein wesentlicher Faktor für die psychische Gesundheit der einzelnen Mitglieder ist.
Die unterschiedlichsten Schulen der Familientherapie teilen die Grundannahme, dass die Einbeziehung der Familie in den Therapieprozess die Effektivität einer psychotherapeutischen Behandlung steigert, unabhängig von der Ursache einer psychischen Störung und auch dann, wenn eine Störung als die Krankheit eines einzelnen Familienmitglieds angesehen wird. Familientherapeutische Ansätze werden bei allen Formen psychischer Störungen eingesetzt.
Die systemische Familientherapie oder systemische Therapie wird auch in außerfamiliären Bereichen, wie in der Gruppentherapie, Teamentwicklung und Organisationsberatung angewendet. Viele der im Rahmen der systemischen Therapie entwickelten Methoden wurden auch für ihre Anwendbarkeit in der Einzeltherapie und im Coaching modifiziert.











